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"Blues News" Magazine (Germany)
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Rob Tognoni Capital Wah (Blues Boulevard, 67:10) Der australische Rocker Rob Tognoni scheint in letzter Zeit fast ununterbrochen in unseren Breitengraden unterwegs zu sein. Mit Ausnahme seiner Heimat ist er wohl nirgendwo so beliebt wie in Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern. Auf "Capital Wah", seinem mittlerweile siebten Album, erwartet seine vielen Fans eine spannende Mischung aus Alt und Neu. Das neue Material (etwa die Hälfte der insgesamt 15 Titel) kommt erdig daher und erinnert immer wieder an die Band, die ihn ursprünglich für ein Leben als Krachmacher begeisterte: AC/DC. So treffen hier "Highway To Hell"-ähnliche Powerakkorde auf flotte Bluesriffs. Tognoni glänzt aber auch durch seinen Einfallsreichtum. "Shoot To Kill" oder auch "Reboot", beides tolle Stücke, wimmeln nur so vor cleveren Ideen und überraschenden Wendungen. Auch eine lockere Version von Bob Dylans "Like A Rolling Stone" gehört zu den Highlights. Der Rest des Albums besteht aus Raritäten aus den 80er und 90er Jahren. Hier merkt man, dass der Gitarrist während der letzten zwei Jahrzehnte einfach ein reiferer und interessanterer Künstler geworden ist. Den frühen Stücken fehlt meist das Eigene - damals klang seine Stimme nicht annähernd so rau, die Songs waren eher wie etwas fürs Mainstream-Radio. An den beiden Bonustracks am Ende der CD (Livemitschnitte eines Konzerts von 2006) werden sich vermutlich die Geister scheiden - ich persönlich hätte ohne einen weiteren Ausflug zu Jimi Hendrix' "Red House" gut leben können. Die neuen Songs allein machen die CD jedoch empfehlenswert. (Vincent Abbate) |
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